Nach den Zahlen: DZ hält an Verkaufsempfehlung für RWE fest

11. August 2016 | Von | Kategorie: Analysteneinschätzungen, Leitartikel, Unternehmensnews



Deutschlands zweitgrößter Energieversorger, die RWE AG, hat den Anlegern heute Halbjahreszahlen vorgelegt. Besonders aufgrund eines kräftigen Einbruchs im Energie-Handelsgeschäft fiel das betriebliche Ergebnis um rund 7 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro und damit auch stärker als allgemein erwartet. Im zweiten Quartal 2016 rutschte das Handelsgeschäft sogar in die roten Zahlen ab. Positiv ist dagegen zu vermerken, dass RWE trotz weiter gesunkener Energiepreise den Abschwung bei den Großkraftwerken stoppen konnte.

Für das laufende Geschäftsjahr bleibt RWE bei seiner (vorsichtigen) Prognose für das Betriebsergebnis von 2,8 bis 3,1 Mrd. Euro (2015: 3,8 Mrd. Euro).

Die Anleger übergehen heute weitestgehendst den Ausrutscher im Handelsgeschäft, sondern feiern vielmehr die Stabilisierung im zuletzt heftig kriselnden Kraftwerksbereich. In der Folge klettern RWE-Aktien weiter, heute um 4 Prozent auf 15,65 Euro. Seit dem Jahrestief Ende Februar bei rund 10,20 Euro konnten die Papiere im letzten halben Jahr gut 50 Prozent zulegen.

Geht es nach den Experten der DZ Bank, dann dürfte es das mit dem Kursanstieg (vorerst zumindest) gewesen sein. DZ Bank-Analyst Werner Eisenmann sieht vor allem hohe Unsicherheiten wegen des Atomausstiegs sowie wegen des angestrebten Verkaufs der Erneuerbare-Energien-Tochter Innogy. Deshalb rät er auf dem aktuellen Kursniveau RWE-Aktien zu verkaufen und erwartet ein mittelfristiges Kursziel von 12,50 Euro.

Ausgehend vom heute erreichten Kursniveau sieht er damit ein mittelfristiges Verlustpotential von 20 Prozent.


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